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Nordspanientour der Bosch-Radsportgruppe

3. Etappe Najera – Santo Domingo de Silos

25. Juni 2007 / 145km + 2100Hm

Der heutige Tag war einer der kühlsten während der Tour. Die Temperatur überschritt kaum die 18 Grad-Marke. Ausgangs von Najera, hatte Erichs GPS leichte Aussetzer, und so durften wir auf einem Feldweg unsere Pannensicherheit testen. Manche schiebten ihr Vehikel, einzelne (Red-Bull) schulterten ihr Radel über die Gefahrenzone.

Bei der Anfahrt entlang des Najerilla in die Sierra de la Demanda, tröpfelete es sogar etwas, bei frischen 15 Grad. Ausgangs eines Stausees, kamen auf einmal vier Radler unserer Gruppe von hinten herangeschlichen, die ich vorher weiter vorne lokalisiert hatte. Als Erklärung des Umstandes wurde eine Radreparatur, verbunden mit einer Reifenpanne angegeben.

Lügen haben bekanntlich „kurze Beine“, und so wurden die vier (Rolf, Hermann, Sven + Matthias), schnell entlarvt. Verfranzt bzw. verfahren hatte sich das Quartett, und das nicht unwesentlich.

Oberhalb von Neila legten wir die große Pause ein, um gestärkt die Laguna Negra de Neila auf 2050m Seehöhe anzugreifen. Es waren für die meisten die härtesten 4km der vergangenen Zeit. Auf diesen paar Kilometern mussten fast 500Hm, mit max. 18% Steigung bezwungen werden, als Entschädigung gab es einen herrlichen Felsausblick.

Bei der Abfahrt schwammen, wie fast jeden Tag, die Felgen von Thomas. Soviel Masse, bei einer solch steilen Abfahrt, das konnte nicht gut gehen. Magnus versteuerte sich in einer Kurve, und umarmte, bzw. schrammte eine massive Kiefer. Diese gab nicht nach, und versetzte Thomas einige Schrammen.

Über Salas de los Infantes steuerten wir Santo Domingo de Silos an. Die Anfahrt zu dem Pilgerort war eine Augenweide, sowie eine der Höhepunkte der Tour. So herrliche Felsmassive kriegt man höchstens in den Dolos zu sehen. Bevor wir unser Hotel bezogen, radelten wir noch in eine 2km entfernte Felsklamm, über der mehrere Gänsegeier wachten.

Das Quartier in Santo Domingo war nicht von schlechten Eltern. In der Ortsmitte ist ein bekanntes Benediktinerkloster entlang des Pilgerweges ansässig. Die „religiösen Schwestern/Brüder“ unserer Gruppe besuchten eine Messe. Beeindruckend war der Gregorianische einstimmige, unbegleitete, lateinische Choralgesang.

Der Kämpferpreis ging heute nach dem Abendessen an Eva-Maria. Manche waren von der Tagestour müde, andere nicht. Deshalb nahmen sie ein flüssiges Schlafmittel, in Form von Blutwurz zu sich.


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